Beschäftigung

Meerschweinchen wollen nicht den ganzen Tag nur zum Fressnapf und zurück wandern (sie würden träge und dick werden), deshalb sollten Sie ihren Auslauf und ihr Gehege so abwechslungsreich wie möglich gestalten:

Geben Sie das Frischfutter nicht immer nur in den Fressnapf, verteilen Sie es im Auslauf, damit die Meerschweinchen danach suchen müssen. Sie können auch alte möglichst unbedruckte Kartons als Unterschlupf oder auch mit Heu gefüllt anbieten. Bauen Sie ihnen Höhlen z.B. aus Handtüchern, die Sie über einen Korb legen, oder aus zusammengestellten Zweigen mit Heu. Auch Röhren zum Durchlaufen z.B. aus Kork oder Ton sind gerne gesehen. Es gibt z.B. im Baumarkt Tonröhren als Weinregal die geeignet sind, bitte achten Sie darauf, dass die Röhren nicht zu klein sind, damit Ihre Meerschweinchen sich dort nicht festklemmen.

Legen Sie ihnen Hindernisse in den Weg, die sie überspringen müssen (nicht zu hoch, ca. 10 cm), um an etwas besonders Leckeres zu kommen.

Bauen Sie aus alten Pappkartons ein Labyrinth, ca. 20 cm hoch, verteilen Sie Futter darin und lassen Sie Ihr Meerschweinchen danach suchen und seien Sie nicht frustriert, wenn Ihr Meerschweinchen etwas braucht, um herauszufinden, was Sie eigentlich von ihm wollen, irgendwann siegt der Spieltrieb und Ihr Meerschweinchen wird alles erkunden.

Auch das Futter kann zur Beschäftigung anregen: Besonders beliebt sind Futterspieße, dazu spießen Sie einfach Gemüse und Obst auf Metallspieße die es extra zu dem Zweck im Zooladen gibt und hängen sie ins Gehege. Eine Variante davon: bei einem kleinen Apfel das Kerngehäuse ausstechen und eine lange Schnur durch das Loch fädeln und festknoten. Dann den Apfel mit der Schnur am Dach des Auslaufs befestigen, so dass er knapp über dem Boden pendelt. Es ist für die Meerschweinchen eine echte Herausforderung den Apfel anzuknabbern. Um das Ganze etwas zu erleichtern, kann man aus dem Apfel auch schmale Schnitze herausschneiden (nicht bis zum Kerngehäuseloch, sondern nur an der Oberfläche), so dass die Tiere einen Anfangspunkt zum Fressen haben. Noch beliebter sind Trockenkräuter in jeder Form, im Sommer können Sie z.B. Löwenzahn, Kamille und andere Kräuter oder auch Obstbaumzweige mit Blättern sammeln, bündeln und diese Bündel dann kopfüber trocknen (min. 6 Wochen durchtrocknen lassen!). Diese Bündel können dann Kopfüber hoch ins Gehege gehangen werden, damit die Tiere sich danach recken müssen. Kräuter und auch Frischfutter können auch in Klopapierrollen oder andere Papprollen gesteckt werden, von beiden Seiten wird noch Heu vorgesteckt und dann brauchen die Süßen eine ganze Weile um an die Kräuter oder ans Futter zu kommen. Trockengemüse können Sie in einen Futterball geben, die im Zoofachhandel angeboten werden. Beliebt sind auch aufgestellte Zweige auf die Früchte und Obst gespießt sind (Dafür können Sie z. B. einen Ziegelstein mit Löchern drin verwenden, da werden dann Zweige rein gesteckt).

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

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