Was ist im Sommer zu beachten?

Meerschweinchen bekommen bei über 22°C schnell Herz- und Kreislaufprobleme.

Auslauf im Freien darf nicht in der Mittagshitze stattfinden- Im Freien benötigen die Tiere schattige und kühle Plätze.

Hitzeschlag

Meerschweinchen können nicht schwitzen. Durch ihre geringe Größe und das Fell heizen sie schnell auf. Ohne Schatten bei Sonneneinstrahlung und hoher Luftfeuchtigkeit kommt es schnell zu einer Überhitzung und einem Hitzschlag. Besonders alte, fette, trächtige Tiere und Jungtiere sind davon betroffen.

Ein Hitzschlag äußert sich durch Teilnahmslosigkeit, Seitenlage, Flankenatmung, schneller Puls, rote und heiße Ohren. Es drohen Kreislaufversagen und der Tod.

Notfallmaßnahmen sind:
 

 

Dann muss schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, da ein Hitzschlag lebensbedrohlich ist. Das Meerschweinchen benötigt Infusionen und Medikamente.

Transport im Sommer

Selbst durch kurzes Verweilen der Tiere in einem aufgeheizten Auto ist schon so manches Meerschweinchen ums Leben gekommen Am besten sollte man an zu heißen Tagen nicht mit den Tieren im Auto unterwegs sein oder zumindest nur in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden fahren.

Sollten Autofahrten unbedingt erforderlich werden, z.B. wegen eines Tierarztbesuch, muss für Abkühlung gesorgt werden. Dazu legt man eine mit kaltem Wasser gefüllte Wärmflasche oder Plastikflasche in den Transportkorb. Diese sollte aber mit einem Handtuch umwickelt sein wegen der Nagegefahr.

Anstatt die Box nun mit Deckel zu verschließen, sollte man sie mit einem nassen Handtuch abdecken und während der Fahrt häufiger nach dem Befinden des Tieres schauen. Die Seitenfenster kann man ein wenig herunterkurbeln, sollte aber all zu starke Zugluft meiden, allein schon deshalb, weil dies die Augen nicht vertragen. Man sollte regelmäßig Pausen einlegen, um das Auto vollkommen durchzulüften. Ebenso sollten dem Tier Wasser und Gurken angeboten werden.

Fliegenmaden

Besonders im Sommer können Meerschweinchen in Außenhaltung Bekanntschaft mit den grünmetallic schillernden Goldfliegen oder auch anderen Arten machen: Diese Fliegen legen ihre Eier in Wunden oder am kotverschmierten After ihrer Opfer (Mensch und Tier) ab.. Binnen eines Tages schlüpfen daraus bereits die gefräßigen Larven, die sich von Gewebe ernähren und sich dazu auch in tiefere Regionen bohren. Kranke (z.B. auch bei bestehendem Durchfall) oder geschwächte Tiere werden bevorzugt angeflogen.

Leider tritt dieser Madenbefall durchaus auch in Innenhaltung auf, meist bei mangelnder Hygiene. Vorbeugend sollten langhaarigen Tieren das Fell vor allem am Po gestutzt werden, bei Hitze empfiehlt sich sowieso ein Ganzkörperkurzhaarschnitt. Die Tiere sollten sauber sitzen und täglich kontrolliert werden. Die Madeneier sind zunächst als kleine weiße Punkte erkennbar

Behandlung: Die Maden sollten zunächst, soweit sichtbar, manuell entfernt werden. Wunden können vom Tierarzt vor entsprechenden Desinfektionsmaßnahmen (z.B. mit Betaisodonna) mit Wasserstoffsuperoxyd 3%, sowie anschließend mit einer Ringerlösung gespült werden. Sind die Maden bereits ins Körperinnere gewandert, müsste mit Ivomec oder Ähnlichem behandelt werden. Unbehandelt führt ein Madenbefall durch Sekundärinfektionen zum Tod.

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